Nachruf Verstorbene Mitglieder

Nachruf Jörg Schluckebier

Der Schützenverein Kamen trauert um sein aktives Mitglied, den Schützenoberleutnant Jörg Schluckebier.  1984  dem Verein beigetreten, nahm er schon bald rege am Vereinsleben in der damaligen 1.Kompanie teil. 1992 wurde er zum Königsadjutanten berufen. Seit über 24 Jahren diente er ununterbrochen bis zu seinem plötzlichen Tod am 6. Januar dem Verein und dem jeweiligen Schützenkönig in diesem Amt, einer Aufgabe, die viel Zeit und Einsatzbereitschaft erfordert. 1999 schoß er beim Fest der 1.Kompanie den Vogel ab und wurde Kompaniekönig. Seinen Einsatz würdigte der Westfälische Schützenbund 2004 durch die Verleihung der Ehrennadel.

Jörg Schluckebier stammt aus einer Familie mit Schützentradition. Sein Großvater Hans Rambo war Oberst im damaligen Schützenverein Heeren-Werve.  Schon 1970 war Enkel Jörg Kinderschützenkönig bei den Heerener Schützen. Die Liebe zum Schützenwesen konnte er auch an seine beiden Söhne weitergeben, die beide im Schützenverein Kamen aktiv sind. Jörg Schluckebier wurde nur 54 Jahre alt. Die Kamener Schützen verlieren mit ihm einen stets einsatzbereiten guten Schützenkameraden und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Der SV Kamen trauert um sein aktives Mitglied und Schützenbruder Reiner Seidel, der am 29. Oktober 2016 im Alter von 63 Jahren verstarb.

Reiner Seidel war ein sehr ambitionierter Sportschütze. Regelmäßig war er in der Organisation des Trainingsbetriebes und als Mitarbeiter diverser Sportereignisse in der Schützenheide im Einsatz. Reiner hat sich beim SV Kamen und im Schützenkreis Unna- Kamen um die Belange der Senioren- Schützen gekümmert. Als aktiver Sportschütze nahm er mit dem Luftgewehr an Meisterschaften auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene erfolgreich teil. Weiterhin gehörte er bei den Senioren zum Kader der  Ligaschützen des SV Kamen und organisierte als Ligaleiter für seine Vereinskameraden die Teilnahme an der Liga. Als Traditionsschütze war Reiner ebenfalls sehr aktiv. Fünf Mal engagierte er sich im jeweiligen Hofstaat der Königspaare im Schützenregiment Kamen. Bis zu deren Auflösung war er der letzte Kompanieführer der ehemaligen 1. Kompanie und deren letzter Kompaniekönig. Auch dem Vorstand des SV Kamen stellte er seine Arbeitskraft und seine Fähigkeiten zur Verfügung, bis zuletzt als 2. Schatzmeister. Für seine Verdienste wurde er 2012 mit der Ehrennadel des WSB ausgezeichnet.

Mit Reiner Seidel verlieren wir nicht nur einen aktiven Freund des Sportschießens sondern auch einen überzeugten Anhänger des traditionellen Schützenwesens.

 

Der Schützenverein Kamen von 1820 e.v. trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Albert Höpner

Mit tiefer Trauer und großer Betroffenheit reagieren die Mitglieder des Schützenvereins Kamen auf den Tod von Albert Höpner, der ihn am 12. Mai im Alter von 83 Jahren von unheilbarer Krankheit erlöste.
Mit ihm verliert der Schützenverein Kamen einen Kameraden, der wie kaum ein Zweiter das Leben des Vereins  in den letzten  3 Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich geprägt und gestaltet hat. Schier unerschöpflich waren sein Ideenreichtum und die Energie, mit der er durchsetzte und durchführte, was er sich vorgenommen hatte.

1965 dem Verein beigetreten, machte er sich schon nach wenigen Jahren daran, seine  4.Kompanie mit frischem Leben zu erfüllen. Schon 1972 wurde er mit seiner Lebenspartnerin Gerda Pillach in den Hofstaat des damaligen Königs Gustav Schmidt berufen. Unvergessen ist sein Wirken als Schützenkönig des Vereins von 1982-1984. Als „Blumenkönigspaar“ gingen er und seine Königin Gerda Pillach in die Geschichte der Schützenfeste ein. Beim Festzug 1982 durch Kamen verteilten die beiden 1000 Blumensträußchen aus der Königskutsche.

Ein ausgeprägter Sinn für Benachteiligte in unserer Gesellschaft bewog Albert Höpner, in dieser Zeit viele Spendenaktionen zugunsten seiner „Aktion der guten Taten zugunsten der geistig und körperlich Behinderten in Kamen und Umgebung“ und zugunsten des Sozialfonds des Bürgermeisters anzustoßen und durchzuführen. Große Resonanz dankte es ihm.

Seinen Königsball feierte das Königspaar 1983 mit der Kapelle Egerland und 1000 geladenen Gästen.

Nach der Königszeit engagierte er sich rasch in der Vereins- und Regimentsführung. Seine besondere Liebe und Schaffenskraft galt dem Erhalt und dem Ausbau der vereinseigenen Schützenheide in den Jahren 1983 und 1984, was ihm den Ehrennamen „1.Malocher“ einbrachte und ihn später als Liegenschaftsverwalter in den Vorstand führte. Durch Vorbild,  Kameradschaftlichkeit und humorvoll-fröhliches Wesen konnte er die Vereinsmitglieder für seine Ideen begeistern und dazu bringen, ihn mit ihrem freiwilligem Einsatz bei der Realisierung seiner Vorhaben zu unterstützen. 1984 stiftete er eine neue Vogelstange, die seitdem der Blickfang vieler Schützenfeste geworden ist.

Die Erfolge seiner Arbeit beeindruckten die Schützen so, daß sie ihn 1990 zum 2.Vorsitzenden wählten. Schon 1994 übernahm er nach dem Tod von Gerd Muermann die Vereinsführung als 1.Vorsitzender. Als er das Amt 1999 abgab, trugen die Schützen ihm den Ehrenvorsitz an. Nach der Brandkatastrophe der Schützenheide stellte er sein Wissen und seine Erfahrung dem Bauausschuß zum Wiederaufbau zur Verfügung. Seinen Ideen verdanken die Schützen und die Kamener Bürger unvergeßliche Schützenfeste, so als er z.B. 1988, 1990 und 1998 Musikkapellen aus dem Schwarzwald engagierte.

Um das sportliche Schießen und die  Schützentradition fester zu verknüpfen, förderte er das seit 1987 stattfindende Kompanievergleichsschießen. Sein Wirken im Regiment wurde 1990 durch die Beförderung zum Oberstleutnant gewürdigt. Die Freundschaft zu anderen Vereinen lag ihm sehr am Herzen. Er gilt 1992 auch als Mitinitiator der Freundschaft zum Bürgerverein Unkel.
Zahlreiche hohe und höchste Ehrungen krönten seine Lebensleistung für den Verein und das Schützenwesen: 1996 die Kölner Medaille, 1999 der Westfalenstern an der Lippischen Rose und im gleichen Jahr die Präsidentenplakette in Silber des Präsidenten des Westfälischen Schützenbundes. Schließlich ernannte ihn der Vorstand 2007 auch zum Ehrenmitglied.

Die Kamener Schützen sind stolz auf das Wirken des Verstorbenen und sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Ein ehrenvoller Platz in der Chronik des Schützenregimentes ist ihm gewiß.